Stürmer Melvin Holwijn vom Fußball-Drittligisten FC Carl Zeiss Jena im Gespräch mit der Ostthüringer Zeitung über seine Situation beim FC Carl Zeiss und das Spiel am Samstag gegen Eintracht Braunschweig.
Wollen wir uns auf Englisch oder auf Deutsch unterhalten?Melvin Holwijn: Probieren wir es auf Deutsch. Ich habe dank meiner Mitspieler und der Leute im Verein in den vergangenen Wochen viel gelernt. Meine Schulzeit war schon so lange her, so dass ich mit Deutsch ein bisschen aus der Übung war. Sie sprechen sehr gut. Kommen Sie mit dem Thüringer Dialekt zurecht?Melvin Holwijn: Ganz ehrlich: Manchmal fällt es mir schon ein bisschen schwer, da muss ich zweimal hinhören. Aber meine Mitspieler gehen zum Glück sehr nachsichtig mit mir um. Fühlen Sie sich wohl in Jena?Melvin Holwijn: Mir gefällt es hier. Ich bin froh, nach drei Monaten Verletzungspause endlich wieder anzugreifen. Noch fehlen ein paar Prozent, aber ich taste mich heran. Ärgert Sie, dass Sie nur die Reservistenrolle einnehmen?Melvin Holwijn: Keinesfalls. Meine Mitspieler haben ihre Sache in den vergangenen Spielen richtig gut gemacht. Die Bank ist gut besetzt, was den Konkurrenzkampf anheizt. Ich bin dankbar, wenn mich der Trainer einwechselt. Über die Spielzeiten bekomme ich wieder Praxis und kann mich vielleicht in ein, zwei Wochen für einen Einsatz von Beginn an empfehlen. Heute kommt um 14 Uhr Braunschweig nach Jena. Setzen Sie Ihre Serie fort?Melvin Holwijn: Obwohl Braunschweig über uns in der Tabelle steht, möchten wir gewinnen. Das wird nicht leicht. Deshalb kann es für uns nur heißen: Gas geben.
Nach dem Sieg in Dortmund ist Jena in der Tabelle geklettert. Wohin führt die Reise?Melvin Holwijn: Gut ist, dass wir Abstand nach unten gewonnen haben. Unserem Minimalziel, die Klasse zu halten, sind wir damit näher gekommen. Allerdings täuscht die Tabelle wegen der vielen Nachholspiele, in denen noch viel passieren kann. Vor allem, wenn Orlando Smeekes weiter trifft.Melvin Holwijn: Über seinen Doppelpack in Dortmund habe ich mich besonders gefreut. Wir kennen uns schon aus der Jugend von der Straße in Amsterdam, haben immer gern zusammengespielt. Wann schießen Sie Ihr nächstes Tor?Melvin Holwijn: Ich hoffe doch, dass mir gegen Braunschweig ein Treffer gelingt. Tragen Sie die grünen Schuhe als Glücksbringer?Melvin Holwijn: Das ist kein Aberglaube, sondern liegt am Sportgeschäft, das in meiner Marke nur diese Farbe vorrätig hatte. Sonst trug ich immer schwarze Schuhe, kann aber auch mit den grünen leben. Wollen Sie Ihren Vertrag in Jena verlängern?Melvin Holwijn: Gern sogar. Aber bislang hatte ich wegen der blöden Verletzung kaum Möglichkeiten zu zeigen, was ich drauf habe. Zum Glück bleiben noch ein paar Spiele, um die Verantwortlichen zu überzeugen. Ich bin heiß darauf zu beweisen, was ich kann.
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