Der Fall Oury Jalloh: Kundgebung und Demo auf dem Holzmarkt
Porträt
Die Realität des Rassismus im Alltag war Thema der Kundgebung in Jena. Foto: Frank Döbert
"Oury Jalloh - Das war Mord" - Das ist der langjährige Protest-Slogan, unter dem seit 2005 die Aufklärung der Umstände, die zum Tod des Mannes aus Sierra Leone in einer Arrestzelle der Dessauer Polizei führten, gefordert wird. Der Fall wird seit einem Jahr vor dem Landgericht Magdeburg neu verhandelt.
Jena. Veranlassung für eine Kundgebung und Demonstration in Jena am gestrigen Nachmittag gab die völlig unangemessene Polizeigewalt in Dessau bei der dortigen Demo am Jahrestag des Todes von Oury Jalloh am 7. Januar. Daran hatten auch Aktivisten des Jenaer Voice Refugee Forums und Break Isolation Netzwerkes teilgenommen. Der Slogan, den ein Gericht als unter dem Schutz der Meinungsfreiheit stehend eingeordnet hatte, stand dabei im Zentrum polizeilicher Angriffe gegen die Veranstalter der Demo. "Jena ist nicht Dessau", erklärte Frank Arndt, Leiter des Jenaer Ordnungsamtes, und sah wie die Polizei die Veranstaltung gelassen, zu der sich 200 Jenaer versammelten.
Der Vorfall mache nach Auffassung von Rednern deutlich, dass von der Gesellschaft nicht nur rechtsextremistische Gesinnungen und Straftäter wahrgenommen werden sollten. Auch müsse der alltägliche Rassismus in der Mitte der Gesellschaft Beachtung finden, darunter in der Polizei. Angeführt wurde ein Beispiel aus Thüringen: In Zella-Mehlis sei ein verheiratetes Asylbewerber-Paar aus Afghanistan abgeschoben worden, entgegen den Grundrechten getrennt von einander, jeder in ein anderes Land.
Der Fall Oury Jalloh: Kundgebung und Demo auf dem Holzmarkt
Kommentare
20.01.12 - 11:28
Superglue
Was läuft auf´s gleiche hinaus? Von wievielen aktuellen Morden von Linksterroristen weißt Du denn? Kennst Du die Zahlen nicht? Weit über 150 rechte Gewaltverbrechenin den letzten 20 Jahren - die 10 Morde der Zwickauer Zelle nicht mal eingerechnet - und du redest von "demonstrieren gegen Linksterrorismus"?....Was sollen die dummen Nebelkerzen? Gute Nacht im Kopf.
19.01.12 - 23:14
Tom
sorry,muss mich korrigieren.hier ging es ja um polizeigewalt und den allgemeinen rassismus.seis drum,am ende läuft es eh auf`s gleiche hinaus.gute nacht
19.01.12 - 22:34
Tom
gegen rechts sein,ok.aber langsam nervt es.wer demonstriert eigentlich mal gegen linksterrorismus,das sind doch zz die grössten vandalen im lande.einfach mal darüber nachdenken.
Die Jenaer Helfer aus den Hochwassergebieten in Sachsen-Anhalt sind zurück. Gestern dankte Oberbürgermeister Albrecht Schröter (SPD) den Zugführern der beiden eingesetzten Katastrophenschutzzüge, Kay König vom DRK und Enrico Feser von der Freiwilligen Feuerwehr Winzerla, für ihren Einsatz.
mehr...
Im Förderzentrum "Kastanienschule" in der Lobedaer Rudolf-Breitscheid-Straße herrscht Verunsicherung. Grund sind Pläne zur Umstrukturierung der Schule, die bei Eltern mehrheitlich abgelehnt werden. Mehr noch: Sie fürchten um den Fortbestand der Schule.
mehr...
Hochwasserschäden beim Sport: Sozialministerin Heike Taubert (SPD) hat sich gestern in Jena ein Bild von den Folgen der Überflutungen gemacht - und Hinweise der Stadtväter auf das unzureichende Informationssystem des Landes zur Betreibung der Saale-Talsperren mit nach Erfurt genommen.
mehr...